Der Fluch bzw. eigene Anspruch

Die Fotografie wird durch einen Fluch begleitet. Es geht dabei um das Gute oder auch perfekte Bild. Selbst ich als absoluter Anfänger bemerke bei mir eine Änderung der inneren Einstellung zu den von mir geschossenen Fotos:

Früher war alles ok, was mit einer Knipse geschossen wurde, so lange es scharf und einigermaßen korrekt belichtet war. Inzwischen ist das ganz anders: Belichtung und Schärfe muss natürlich immer noch stimmen, aber es geht um Nuancen. Der Weißabgleich ist einem wichtig, der Kontrast, Verzerrungen durchs Objektiv, Rauschen der Bilder, und so weiter … Hinzu kommt die Richtung aus der das Licht kommt, wo und wie das Objekt im Bild abgebildet ist, wie es sich mit der Hintergrundschärfe verhält, ….

Das hat dazu geführt, dass ich von 100 Fotos vielleicht 20 akzeptabel finde. Leider ist das ein Vorgang, der völlig normal ist. Wenn man in neue Sachen interessiert ist und sich damit beschäftigt, kommt die Kritik an der eigenen Leistung ganz automatisch. Wichtig ist es nun dies für die eigene Entwicklung zu nutzen und zu Lernen. Dann wird man irgendwann auch Bilder machen können, die einem besser gefallen.

Es gibt noch eine zweite Sache, die einem hilft damit um zu gehen, wenn man Bilder für andere macht: Hier wird die Unzufriedenheit noch viel größer. Schließlich will man ja “tolle” Fotos machen. Dabei sei dahingestellt was überhaupt tolle Fotos sind. Tolle Fotos sind Fotos, die man selber prima findet, egal was andere einem sagen oder einzureden versuchen! Ich meine festgestellt zu haben, dass die meisten Menschen mit Fotos zufrieden und glücklich sind, wenn man was drauf erkennen kann! Das liegt in der anderen Sichtweise, das Foto nur zu benutzen, um Erinnerungen an ein Ereignis wieder aufzurufen und dazu reichen sogar unscharfe Bilder.

Als Fazit bleibt eigentlich für mich:

Man selber ist der größte Kritiker. Die Allgemeinheit kann diesen Anspruch nicht nachvollziehen!

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